Wie fuehlt man sich eigentlich auf so einer langen Reise (als Mia), wenn man grade keinen Tief- aber auch keinen Hoehepunkt hat? Ich versuche mal, dass zu beschreiben:
1. Alleine sein
Wenn man alleine ist, muss all dein Antrieb aus dir kommen. Du musst entscheiden, ob du rechts oder links abbiegst, ob du noch laenger Pause machst oder weiter faehrst. So langsam habe ich etwas wie meine „kontemplative Mitte“ erreicht. Ich geniesse das alleine sein, aber unterhalte mich auch gerne mit anderen, wenn sich die Gelegenheit bietet.
2. Einmaligkeit
Die Wahrscheinlichkeit, dass ich an die Orte und Plaetze wieder zurueckkehre, an denen ich jetzt vorbeikomme ist aeusserst gring, gnauso wie die Wahrscheinlichkeit, dass ich die Menschen, die ich treffe, noch einmal treffe. Dieses Wissen erhoeht die Bedeutung des Momentes unglaublich, waehrend die Bedeutung von gestern und morgen schrumpft. Ich lerne intensiver zu leben und auch den Moment viel mehr zu geniessen:
Den Kaffee in der Mittagspause,
Den unglaublichen Ausblick, wenn ich die Spitze des Berges erreicht habe,
Die Bank am Strand bei untergehender Sonne…
das alles entwickelt eine unglaubliche Kraft.
3. Das Fahrrad
Die einzige wirkliche Konstante die bleibt, ausser das Wissen um euch, ihr Lieben zuhause, ist mein „Schneckenhaus“. Alles was ich brauche ist bei mir und auf dem Bike. Irgendwie fange ich langsam an, mit ihm zu einer Einheit zu werden (ok…ausser mein Hintern und der Sattel: SCHMERZ). Das gibt Halt, und man faengt an eine ziemliche Fuersogrge fuer das Material zu entwickeln denn – geht es ihm gut, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es mich auch gut geht.
Und egal wieviel Kraft einem der Tag nimmt, er scheint mir immer ein bisschen mehr zurueck zu geben – nur Musik und Euch vermisse ich.
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