holsteinercox - Mia Pusch

Auf ausgetretenen Pfaden

Nachdem die Planung der vergangenen Tage mehr oder weniger auf ihn ausgerichtet war, ist nunt heute also der „grosse Tag“ gekommen. Doch als ich meine Nase aus dem Zelt stecke stoesst sie auf eine dicke Nebelsuppe. ich hoffe einfach, dass es sich so verahelt wie bei uns in den Bergen – unten Nebel oben schoen.
Aber wichtiger als das Wetter:
Wie stellt man sich auf einen Walk ein, den taeglich bis zu 700 Leute laufen?
Fahrtenfeeling kann man getrost vergessen. Aber da ich alleine an den Start gehe ist das sowieso etwas anderes. naja gut.


Ich steige also um 7 in einen voll besetzten Shuttle Bus – tja und in der Tag ist das nicht der einzige, der seinen Inhalt auf den Parkplatz der Mangatepop Road entlaesst (fuer „Nachmacher“;-) empfehle ich entweder den „Early Birds“ Bus um 6 Uhr morgens zu nehmen oder noch besser eine Nacht am Fuss des Berges in dr Mangatepopo Hut zu verbringen und mit der Sonne aufzustehen). Lustig und ungewohnt ist es einen Fahrtenrucksack zu tragen, der nur Tagesgepaeck enthaelt. Zuerst schlaengelt sich der Weg sachte nach oben, ein Tal hinauf. Er ist meist schmal, was mich dazu zwingt ein gechillteres Tempo als mein eigenes Tempo als mein eigenes anzunehmen, da ueberholen an vielen Stellen unmoeglich ist. Am Ende des Tals treffe ich lustigerweise die 2 restlichen Biker wieder, die ich vor genau 2 Wochen in Coromandel town getroffen hatte (den 3. hatte ich gestern schon getroffen). Nach der Nutzung der letzten Toilette geht es nun an den richtigen Aufstieg. Hier kann ich zum Glueck die meisten Schleicher hinter mir lassen. Die Wolken begleiten mich zwar fast bis ganz nach oben, aber das ganze verleiht der Sache eine noch bessere „Mordor-Atmosphaere“ (nur Orks sehe ich keine).
Und dann bin ich oben angekommen.
Woah.

Den Ngauruhoe (den meisten eher als „Schicksalsberg“ bekannt) zur rechten, den Tongariro zur linken. Das ist so schoen, dass man die Leute um sich rum (fast) vergisst. Und da ich keine lange Pause mache, sondern nur zum Fotos machen anhalte, lasse ich langsam aber sicher die meisten auch hinter mir. Am Ende des Plateaus ersteige ich einen Grat, der direkt am „Red Crater“ vorbei fuehrt (das geht ganz schoen runter). Den Weg hinab „slide“ ich in der Vulkanasche auf die Emerald Lakes zu, die zwar eine wunderschoene tuerkise Faerbung haben, aber vom Geruch her eher an Rotorua erinnen.
Dann geht es ueber den „Central Crater“ zum grossen Blue Lake – bevor ich da ankomme, darf ich aber ein kleines Schneefeld ueberqueren (und bin ich der erste, der diesen Winter Schnee gesehen hat?) Nach dem Blue Lake beginnte auch schon der Abstieg. Ich beginne noch mal an Tempo zuzulegen, da ich einer laut schwaetzenden Gruppe entkommen will – und finde ziemlich Gefallen an dem hohen Tempo. Deswegen rausche ich fast ohne Pause durch die sich langsam veraendernde Landschaft:
Von gewaechslosen Vulkangestein,
zu alpiner Vegetation
und von dieser in ein Waeldchen zu Fuessendes Tongariro National Parks –
und bin ploetzliche nach ca. 5,5 h Gehzeit (angegeben waren 6 – 8 h)am Ende angekommen.

“ Sind hier tote Fische anwesend?“
“ Ja hier – aber der fuehlt sich ganz lebendig“

P.S.: Ich beschreibe aus Gruenden des Jugendschutzes nicht den Grad des Muskelkaters am naechsten Morgen

 

 

 

 

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